Wir hatten bereits vor einiger Zeit über das Thema HQL und NDL Verbot geschrieben und wollten noch mal die Gelegenheit nutzen Ihnen auch die Möglichkeit geben selber nachzulesen, was der Gesetzestext hergibt. Aufgrund der Gesetzeslage sind Kommunen und Unternehmen gezwungen, ihre HQL auszutauschen, das hatten wir ja schon bereits geschrieben. Davon sind ca. 3.000.000 HQL Lampen in Deutschland betroffen und 15 Millionen HQL Lampen in der EU. Viele Unternehmen wissen über das Thema noch nichts oder haben sich noch nicht richtig orientiert und wir wollen helfen diese Lücke zu schließen. Leider kann eine HQL Lampe nicht einfach durch ein anderes Leuchtmittel ersetzt werden, wobei wir dazu auf jeden Fall eine alternative haben und auch anbieten wollen. Bei einer Glühlampe haben wir es deutlich einfacher, da können wir auf LED Technologie zurückgreifen, eine Energiesparlampe kommt für uns nicht in Frage, alleine aufgrund der Umweltschädlichen Stoffe in der Energiesparlampe. Die Frage welche Technologie soll ich nehmen ist für uns eindeutig.
Wir setzen auf LED oder Induktionslampen, und die Induktionslampe bietet Ihnen eine Lampe mit guten Eigenschaften und auch einem schönen Licht.
Der Vorteil dieser Technologie liegt nicht nur an den hohen Farbwiedergabeindex von Ra >78 bis Ra >80, sondern auch an den äußerst sparsamen Energieverbrauch und der langen Lebensdauer. Die Brenndauer von Gasentladungslampen ist durch den Abbrand der Elektroden (Brenner) begrenzt. Nicht so bei der Induktionslampe. Sie besteht aus drei Teilen, dem Frequenzgenerator (Vorschaltgerät), Erregerspule und die Entladungsröhre. (Der schematische Aufbau wird in der Abbildung unten dargestellt). Der Hochfrequenz-Generator ist verantwortlich für die Erzeugung hochfrequenten Stroms (230 KHz Nennleistung). Wenn der Hochfrequenz-Strom durch die Erregungsspule auf dem Ferritkern fließt, wird ein induktives elektrisches Feld erzeugt. Dieses elektromagnetische Feld beschleunigt die Elektronen des Leuchtgases (Argon) im inneren des geschlossenen Glaskolbens.
Sie eignen sich vor allem für Anwendungsbereiche, bei denen der Lampenwechsel aufwändig und teuer ist.

Diese sparsamen Lampen sind ideal für die Beleuchtung von hohen Industriehallen, Schwimmhallen, Verkauf- oder hohen Theaterräumen. Besonders geeignet sind diese Lampen für Straßen -und Fassadenbeleuchtung, Tunnelbeleuchtung und Außenbeleuchtung aller Art.
1. Sehr lange Lebensdauer: Über 60.000 Stunden. (Mittlere Lebensdauer)
2. Lichtstrom: 80-85lm/W
3. Kurze Zündzeit, Verzögerung unter 0,5 Sekunden auch bei niedrigen Temperaturen
4. Hohe Farbwiedergabe: Ra ≥78-89
5. Geringe Wärmeabstrahlung, unter 100°C
6. Geringe Quecksilberanteile (Hg weniger als 6mg)
7. Umweltfreundlich auch bei Glasbruch
8. Geringer Energieverbrauch
9. Flimmerfreies Licht
10. Kaum Wartungskosten
Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot oder eine Lichtplanung für Ihre Gewerbefläche.Schicken Sie uns eine Email an die info@solarecopower.eu

Warum das Verbot?

Vorgaben des EU Klimaschutzprogramm und der maßvolle Umgang mit Energie und Ressourcen sowie die Senkung der CO² Emissionen haben die EU veranlasst eine entsprechende Richtlinie und Verordnungen auf dem Weg zu bringen, dazu gehören auch die Quecksilberdampflampen, die sogenannten HQL-Lampen für immer vom Markt verschwinden zu lassen. Der Klimaschutz hat einen wichtigen Stellenwert in der EU, und ist in dem europäischen Klimaschutzprogramm integriert und legt konkrete Anforderungen an elektrisch betriebene Produkte fest.

Die Grundlage aller Maßnahmen ist vor allem die so genannte EuP-Richtlinie (Eco Design for Energy using Products 2005/32EG), deren Ziel die Reduktion des Energieverbrauchs ist. Desweiteren gibt es die RoHS-Richtlinie, welche den Fokus auf die Reduzierung von Schadstoffen gelegt. Und schließlich die WEEE-Richtlinie (Waste of Electrical and Electronic Equipment), die sich mit Recycling-Vorschriftn beschäftigt. Wie bei den vorangegangenen EuP- Verordnungen treten die Mindest-Anforderungen auch hier zeitlich gestuft in Kraft. Die Umsetzung soll in drei Stufen bis 2015 erfolgen.

Stufe 1: Die erste Stufe ist ein Jahr nach In- Kraft-Treten der Verordnung, also seit dem 13. April 2010 gültig.
Stufe 2: Die zweite seit April 2012
Stufe 3: Ab April 2015.

Die sogenannte Ausphasung ineffizienter Leuchtmittel und Leuchten ist also bereits in vollem Gange, das schrittweise Verbot der alten Glühbirne beispielsweise ist schon jedem Verbraucher bekannt. Im September letzten Jahres wurde die 60-Watt-Glühbirne aus dem Verkauf genommen. Nicht nur bei Privathaushalten, sondern auch im so genannten tertiären Sektor, in der Straßen-, Industrie- und Bürobeleuchtung sollen laut EU künftig die CO2-Emissionen ebenfalls reduziert werden. Auf der roten Liste stehen Leuchtstofflampen sowie Hochdruckentladungslampen, Natriumdampfhochdrucklampen und vor allem Quecksilberdampfhochdrucklampen.
Experten von OSRAM schätzen den Bestand von HQL-Lampen in der EU auf insgesamt 35 Millionen. Etwa 60 Prozent entfallen auf die Straßenbeleuchtung, gut 15 Millionen HQL-Leuchten werden demnach EU-weit im industriellen Sektor eingesetzt. Bei einem Anteil Deutschlands am Bruttoinlandsprodukt der EU von gut 20 Prozent (Quelle: Eurostat 2010) betrifft dieses HQL-Verbot schätzungsweise rund drei Millionen HQL-Leuchten in Industrie- und Gewerbebetrieben in Deutschland. Der Handlungsbedarf in den Unternehmen ist also enorm, so dass die Nachfrage nach alternativen Beleuchtungskonzepten rapide wachsen wird.

Die gesetzliche Grundlage

Die gesetzlichen Grundlage bildet die so genannte EuP-Richtlinie (Eco Design for Energy using Products 2005/32/EG) und die darauf basierende EG-Verordnung Nr. 245/2009 der Kommission vom 18. März 2009, veröffentlich im Amtsblatt der Europäischen Union vom 31.10.2009, Nr. L 285/10
Die EuP-Richtlinien und die darauf folgende Verordnung legen Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von energiebetriebenen Produkten fest. Die nationale Umsetzung regelt das so genannte Energiebetriebene Produkte-Gesetz (EBPG) vom 27. Februar 2008 (BGBl. IS.258) bzw. das Nachfolgegesetz EVPB (Energieverbrauchsrelevante Produkte Gesetz) vom 25.11.2011. Verantwortlich für die nationale Umsetzung ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Den original Gesetzestext der entsprechenden EU-Verordnung aus dem Jahre 2009 können Sie hier finden: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ